Halbinsel Höri im Bodensee

Die Halbinsel Höri mit seinem Schiener Berg liegt im malerischsten Teil des Bodensees, dem Untersee, zwischen Konstanz, Radolfzell und Stein am Rhein. Malerisch im wahrsten Sinne des Wortes, denn nicht umsonst hat es mit Otto Dix, Helmuth Macke, Max Ackermann, Erich Heckel, Hans Kindermann und Walter Kaesbach viele bekannte Maler aber auch Schriftsteller wie Hermann Hesse auf die Höri gezogen.

Mit seinen vielen Buchten und Winkeln mit ihren unzähligen Strandbädern und Badewiesen in Landschafts- und Naturschutzgebieten hat der Untersee mit 1,4km/km² das längste Ufer pro Wasserfläche am Bodensee (der Obersee zwischen Bregenz und Überlingen hat nur etwa ein Drittel davon), was zu einem einmaligen landschaftlichen Reiz beiträgt. Besonders erwähnenswert sind die vielen Schutzgebiete, zum Beispiel Wollmatinger Ried bei Konstanz, Mettnauspitz bei Radolfzell, Radolfzeller Aach bei Moos und die Gebiete rund um Horn, Gaienhofen, Wangen und Öhningen, die vielen Vögeln Rückzugsmöglichkeiten bieten. Deshalb hat auch das Ornithologische Max-Planck-Institut (MPI), welches auch teilweise zu besichtigen ist, sich am Untersee im Radolfzeller Ortsteil Möggingen niedergelassen.

Der Untersee hat zu allen Jahreszeiten Besonderes zu bieten:
im Winter die Nebelschleier, die über dem Wasser hochziehen und einem auf dem Schiener Berg das Gefühl geben, über den Wolken zu schweben.
Das Frühjahr verwandelt die Höri in ein Blütenmeer durch ihre Wiesen und Obstbäume und auf der sonnigen Südseite der Halbinsel kann man selbst an noch eher kühlen Tagen das angenehme Klima genießen.
Der Sommer lädt mit den vielen Bademöglichkeiten und schattigen Biergärten zu einer Erfrischung ein, oder zu einer kurzen Bootsfahrt auf die Welt-Kultur-Erbe-Insel Reichenau mit Zwischenhalt am Napoleon-Museum in Mannenbach.
Und der Herbst lädt mit seinen langen warmen Abenden zum Verweilen am See oder Spazierengehen und Wandern ein.

Die weitgehend unzerstörten mittelalterlichen Innenstädte von Konstanz über Radolfzell bis hin nach Stein am Rhein sind zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

Die Höri ist ein Landstrich zum Radfahren. Wer eher gemütlich fahren möchte fährt die Uferwege Richtung Stein am Rhein oder Radolfzell, wer eher sportlich unterwegs ist, der sucht sich einen der unzähligen Wege am und über den Schiener Berg aus. Auch für Wanderfreunde hat der Schiener Berg vieles zu bieten, Wanderungen zur Burg Hohenklingen, den Panoramawanderweg „Albertine Steig“ der im Nachbarort Bohlingen beginnt, oder den Weg durch die romantische Klingenbachtalschlucht nach Kattenhorn in dessen Kirche Otto Dix die Fenster gestaltete.